Achate und bunte Plastiklinsen…

… ein langer roter Strick und ein Engelchen….das ist mein Leben, oder nein es steht für Abschnitte in meinem Leben.

Die Achate sind nur grob bearbeitet und wunderschön, es sind Mitbringsel aus unserem Zelturlaub im August 2009 (kann ich nur jedem mit Kind wärmstens empfehlen), sie stehen für schöne Ereignisse in meinem Leben.

Die Plastiklinsen verkörpern das genaue Gegenteil, sie sind unnütz zu nichts zu gebrauchen und genau aus diesem Grund hab ich sie ausgewählt für negative Erlebnisse, es wird mir nicht weh tun sie zu entsorgen.

Ja ich weiß die Achate sind auch nicht wirklich mit Nutzem verbunden, aber an Sie hab ich zumindest eine positive Erinnerung und sie sind schön anzuschauen im Licht, natürlich und echt.

Das Engelchen steht für mein Brüderchen und weiter werden folgen.

Weit bin ich heute nicht gekommen in meinem Leben, von fast 4 Jahren bis etwa 9 Jahre, danach hab ich mich geweigert weiter  zu machen, ich konnte einfach nicht mehr.

Ich versuch es schon die ganze Zeit, mich zu erinnern meine ich und Heute… Heute sitz ich nicht in meinem Eckchen auf dem hellgrünen Sessel, nein Heute soll ich mich bewegen, soll ein Seil aussuchen und legen, ein Seil das für meine Lebenslinie steht……… wie legt man eine Lebenslinie? *schulterzuck* ich leg sie einfach irgendwie, „Nein, das ist nicht gut, wir brauchen sicher mehr Platz“ meint meine Psychologin, sie merkt das ich hilflos bin und legt das Seil mitten ins Zimmer *schluck* und dann steh ich da, mitten im Zimmer, in der einen Hand Steine die meine Großeltern verkörpern und eine blaue Linse für meine Mom und in der anderen Hand das kleine Engelchen was für meinen Bruder und seine Geburt steht, da war ich 4 Jahre und 9 Monate alt, meine erste richtige Erinnerung, davor nur Fetzen, Gefühle, Eindrücke.

Ich lege diese Teile an den Anfang der Lebenslinie/ Seil und steh da so rum, es ist komisch irgendwie, meine Psy. fragt mich wie weiter und ich komm mir irgendwie so riesig vor wenn ich da so schau komisch, ausgeliefert, angestarrt, ich laufe herum, versuche mich auf Erinnerungen zu konzentrieren, versuche schöne und auch negative im Gleichgewicht zu halten…. warum eigentlich? kann ich was dafür das so viel negatives passiert ist? Nein sicher nicht, aber ich will auch nicht das alles nur traurig klingt…. ich lege Steine und Linsen und Steine und Linsen und merke das mir die Linsen langsam ausgehen, soviel buntes, dabei hab ich sogar meine erste Kindergartenliebe und mein Prinzessininkleid als positives in die Waagschale geworfen, auch meine Kita-Erzieherin und Grundschullehrerin hab ich als positives mit reingeworfen, Seilspringen im Hort und trotzdem nehmen die bunten Linsen unaufhörlich zu.

Ich werd immer kleiner, inzwischen hocke ich und irgendwann sitze ich auf dem Boden, mit dem Rücken zu meiner Psychologin, ich bin schon lange nicht mehr in mir, schau mich selber aus Abstand an und höre mir zu, unheimlich was mir alles einfällt, dabei hab ich mich seit Monaten so bemüht, ich sitz da seh mich irgendwie und spüre wie ich mich schäme, Warum schäme ich mich nur immer so? ich kann doch nichts dafür, ich war doch ein Kind.

Ich schäme mich weil ich Angst vor unserem Hund hatte…Angst vor einem etwa 13 Wochen alten Welpen, gut er hat geknurrt, gut ich war gerade mal 9 oder 10, gut ich kannte ihn vorher nicht und ja es war ne Rückzüchtung zum Wolf und er sah so riesig aus, jedenfalls ist das meine Erinnerung und Papa, Papa hat mich ausgelacht und nur gemeint ich solle mich nicht so anstellen…Nicht so anstellen..wie oft hab ich das gehört, ich hab es gehasst/gefürchtet/von vornherein gewusst das ich es zu hören bekomme, nie war ich genug

Die Fio auf dem Boden schämt sich, schämt sich für alles mögliche, das sie scheinbar nie etwas richtig machen konnte, zu dumm nicht in die Scherben zu greifen (mit etwa 5-6 Jahren) zu langsam beim Abwaschen (mit 5++) zu tolpatschig mit der Brotmaschine (mit 6) da war der Daumen mit fast weg (ok übertrieben, aber immerhin hab ich mir damit ne schöne Scheibe vom Daumen abgeschnitten) Kommentar meiner Mutter, ich könne mir ruhig ne Scheibe Wurst aufs Brot tun..tut ja auch nicht weh sowas…

Die Fio die die auf dem Boden sitzende beobachtet schwankt sehr in ihren Gefühlen, da ist zum einen Schäm für diesen Haufen Elend auf dem Boden, Wut darüber das sie da so unten hockt und sich schämt für etwas wofür sie nichts kann und eine seltsame Kälte, Ironie..Ironie ist gut, das lässt alles nicht so schrecklich traurig klingen

Zählen wir auf was wir alles können, einfach vom Thema ablenken, das kann ich gut, das schützt und  meine Psy. kennt das schon…Sie weiß ich hab mein Limit erreicht ich muss zurück in das hier und jetzt muss aufhören, sonst kann ich die Tränen nicht mehr halten und dann hab ich wieder ein Stück versagt, auch wenn das Quatsch ist, aber nicht zu weinen ist wichtig für mich, ich will stark sein…….. ich hab schon so viele Tränen geweint

Gefühlsduselig

Irgendwie is komisch Heute.

Gestern noch war ich in freudiger Erwartung auf das neue Auto und Heute……..

Heute Morgen machte der Wagen von meinem Schatz Zicken und so gab ich ihm meinen „Robert“, ja mein Auto hat einen Namen.

Robert ist schon öfter treu und brav eingesprungen, wenn das Wägelchen von meinem Schatz in die Werkstatt musste zur Inspektion (ich betone, nicht immer ist er kaputt ^^) musste und so auch Heute.

Ich bin gleich früh zur Zulassungsstelle und hab Kurzzeitkennzeichen besorgt, damit ich morgen den Neuen abholen kann.

Auf der Zulassungsstelle war schon mächtig viel los, drängeln, beschimpfe, das volle Programm und auch mich machte so ein *böses schimpfwort* blöd von der Seite an, das gab mir natürlich wieder einen netten Histaminschub und mein Herz raste ewig.

Mag vielleicht auch daran liegen, das ich eigentlich brav zu Hause sein sollte und mich schonen soll, weil ich ja erkältet bin und der rechte Lungenflügel, nun nennen wir es nicht ganz funktionstüchtig ist und meinereiner brav Antibiotika nehmen soll und auch tut.

Naja wie auch immer, nachdem ich in der Stadt alles erledigt hatte und wieder daheim war, fingen die Grübeleien an und die Bauchschmerzen.

Mach ich das Richtige?…der Kopf sagt Ja…logisch betrachtet ist es das Richtige, Robert ist inzwischen stolze 17 Jahre alt, er ist für sein Alter gut in Schuss, verliert kein Öl, startet beim ersten Schlüsseldreh und ist auch so Top, aber er rostet nun, erst am Radkasten, dann an der Heckklappe, alles machbar,aber damit wird er zum Fass ohne Boden und deshalb hieß es abwegen, mach ich ihn nochmal Tüv fertig oder nicht.

Der Kopf sagt nein, dein Sohn wird nächstes Jahr 17 und ein Auto sollte Airbag haben, sicher sein, für Deine Jungs

Der Bauch sagt: Aber er hat Dich in die Freiheit gebracht, es ist Dein erstes eigenes Auto, denk doch mal was Du alles an Arbeit und Herzblut da rein gesteckt hast,Du hast Deine erste Kupplung gewechselt, du weißt was der Anlasser ist und wie man ihn wechselt, er hat einen Namen ist ein Teil der Familie, den alten den kennst du mit all seinen Macken, Kanten und Ecken, der Neue…tja, den kenn ich nur vom Foto, kein Gefühl für den Wagen, keinen Namen im Kopf, nur Bauchweh

In mir macht sich Angst breit, das Neue ist so ungewiss das macht mir Angst, Angst vielleicht doch nicht das richtige Auto gewählt zu haben

Einige schütteln nun sicher den Kopf über mich, für mich ist das alles Neuland, noch nie habe ich ein Auto gekauft, meinen jetzigen, habe ich nur weil mein Großvater den damals mitbezahlt hatte und als ich mich getrennt hatte, war klar das das meiner ist (nein ich hab meinen ex nicht ohne fahrzeug zurückgelassen)

Ich hab einfach Angst, nicht allen Erwartungen gerecht zu werden, das ist eigentlich mein größtes Problem, weil früher konnte ich NIE was richtig machen, ich weiß auch das heute nicht mehr früher ist, das hier in Freiheit nun alles anders ist, aber die Angst, die geht nicht einfach so weg, die ist da hat sich fest gebissen, will nicht weg und dan ist da noch die Wehmut, die Verbundenheit…….er wird mir fehlen mein treuer roter Robert

Und der Name bleibt…

Wieder eingeholt von der Vergangenheit.

Ich zahle und zahle und arbeite Schulden ab die andere auf meinem Namen gemacht haben.

Mit dem heutigen Tag hab ich nun noch 110 € offen welche ich dann in zwei Monaten auch weg habe.

Das Inkassounternehmen, welches mit der Forderung beauftragt wurde, ist mit der Zusammenarbeit mit mir sehr zufrieden, nach den ihren eigenen Aussagen.

Warum ich das weiß, nun ich habe nachgefragt, nachdem mir mein Freund mitgeteilt hatte, das das Versandunternehmen OTTO, welches Ihn bisher immer beliefert hatte und welches auch immer sein Geld von Ihm bekommen hatte, Ihm nicht gestattet Ware für mich zu bestellen bzw. mich damit gleich direkt zu beliefern.

Nein im Gegenteil, er wird auch noch darauf hingewiesen, das er keinerlei Bestellungen/Wünsche meinerseits erfüllen solle.

Als das Inkassounternehmen das hörte waren die darüber überhaupt nicht erfreut und meinten ganz klar, dass das ja mal gar nicht geht und sie das klären.

Weihnachten 2009 hatte ich das Theater schon mal mit Otto, mein Geschirrspüler ist damals kaputt gewesen und ich wollte einen neuen bestellen und angeliefert bekommen, also hab ich Otto angefragt.

Ich hatte gleich von vornherein gesagt das ich noch ein offenes Konto habe, hab auch die Situation erklärt (nur kurz, ich bin da unverschuldet im minus, mein ex hat meine kundennummer missbraucht und locker flockig auf mich und die kinder bestellt) habe erklärt das ich halt nachweislich bemüht bin die offene Rechnung zu begleichen und das ich auch verstehen kann das ich nichts auf Rechnung bekommen, aber ob man vielleicht bei VORKASSE eine Lieferung vornehmen würde….NÖ

Soviel zu jeder hat ne zweite Chance verdient……. und ich kann nichmal was für die ganze Scheiße ich bin nur das zahlende Schaf

Mein Freund hat den gesagt „Geld stinkt nicht und wenn bekommt ihr es ja auch von mir und wenn sie mich nicht beliefern können Sie auch sein Kundenkonto löschen“ Antwort OTTO „Man würde seinem Wunsch folge leisten und sein Konto löschen“

Ich bin echt Platt, da hat das Arschloch es wieder geschafft, der hat echt schon wieder gewonnen, ganz ohne anwesend zu sein………

Ich geh heulen, ich fühle mich so schmutzig, ich glaub ich werd meinen Namen nie sauber bekommen

Tag 12

Allgemein hab ich mich heute Morgen ganz gut gefühlt, Mittags allerdings kam dann ein alter Bekannter vorbei und blieb auch für den Rest des Tages…Durchfall 😦

Was war es den nun schon wieder?

Zur Auswahl steht: Pute und  Kohlrabi von Gestern und Ziegenmilch von Heute *narf*

Erfreulich ist allerdings, das ich zumindest keine Bauchschmerzen dabei habe, nur die lästige Rennerei.

 

Außerdem bin ich Heute Melancholisch/ Traurig

Mein Bruder hätte in ein paar Tagen seinen 31 Geburtstag gehabt und das führt dazu das ich momentan öfter an Ihn denke, allerdings führt das auch dazu, das ich öfter daran denke wo ich herkomme, an meine Eltern, meinen Herkunftsort, an all das was passiert ist.

Ich denke darüber nach, wer ich bin, was aus mir geworden ist, was aus mir wird.

Ob ich meinen Kindern eine gute Mutter bin, ob das was ich tue, das Richtige für sie ist, ob sie irgendwann verstehen werden, das ich nur ihr Bestes möchte,auch wenn es momentan für sie wohl so manches mal nervig zu sein scheint, wenn ich sie daran erinnere, das man durchaus auch etwas lernen müsste, wenn man sein Ziel erreichen will.

Viele Gedanken, ich weiß die machen sich Andere auch, aber die können einen eigenen Blog schreiben 😀

Was mich auch beschäftigt ist wie das mit meinem Gewicht weiter gehen wird.

Irgendwie geht das Gewicht nun so rasant runter, 21 Kilo sind runter, 20 dürfen noch, dann wird es kritisch, ich habe also noch 20 Kilo Zeit eine Lösung für mein Problem zu finden…

Das Früher….

Eigentlich hab ich diesen Blog ja um meine Vergangenheit aufzuarbeiten.

Irgendwie verdränge ich die aber ganz fleißig und bisher auch ganz gut.

Ja ab und an leuchtet mal ein Fetzen durch, aber doch nie so das man wenn man nicht weiß was mir passiert ist, was damit anfangen kann.

Derzeit komme ich mit meinem Gefühlsleben nicht so recht klar… (Schatz ich brauche unsere Spaziergänge wieder).

Ganz kurz, meine Kindheit war nicht so wie man sich eine Kindheit vorstellt.

Ich meine damit nicht, wie schrecklich meine Eltern haben mich nicht geliebt (die Ironie in diesem Wort) und immer geschimpft, ich meine ganz klar meine Kindheit war die Hölle auf Erden und nur Schläge wären echt harmlos gewesen.

Meine Seele schmerzt, wenn ich nur daran denke und das tu ich oft.

Meine Gefühle… ein Wirbel, ein Karussel, nicht zuzuordnen

Ich habe gelernt aufzustehen, ich habe gelernt, jedenfalls vom Kopf her, das ich nicht Schuld bin, dass das was mir angetan wurde falsch war und ich keine Schuld daran trage, das ich das Opfer bin.

Ich lerne wer ich bin, das ich wer bin, kleine Schritte mit leider viel zu vielen Stolperfallen.

Ich lerne Ängste zu verstehen, ihnen entgegen zu treten, aber momentan versteh ich gar nichts mehr, machen mir meine Gedanken/Gefühle Angst.

Ist es normal das jemand, dem Gewalt, Unterdrückung und Misshandlung angetan wurden, das so jemand, für den das viele Jahre, von Kindheit an normales Leben war, aus dem er geflohen ist, das so jemand meint, er müsse so behandelt werden, ja fast schon wünscht so behandelt zu werden und sich dabei gleichzeitig widerlich findet, so als wolle ich mich selbst bestrafen.

Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll.

Mein Partner ist sehr lieb und unheimlich verständnisvoll, er weiß was mir passiert ist und ich bin unheimlich dankbar das er aufgrund dieses Wissens nicht davon gelaufen ist.

Er hat es geschafft das ich meine Meinung sage, mich, wenn auch vorsichtig, öffne.

Doch das macht mir sehr oft auch Angst und ich wünschte, er würde einfach für mich entscheiden, ich hab Angst davor Fehler zu machen, falsche Entscheidungen zu treffen, egal in welchem Bereich meines Lebens.

Ich weiß nicht ob es das nun so trifft ich weiß nicht ob ich die richtigen Worte finde, ich weiß nur das ich momentan Angst vor mir und meinen Gefühlen und Bildern im Kopf habe.