Frühlingsgefühle bei den Dönerkids

… lustig isses, es wird warm und ich hab den Balkon auf und jede menge Stimmung.

Die Dönerkids haben sich in der Wolle, Grund? Ein Roller… der große Bruder meint er gehört nur Ihm allein, hat er ihn liegt er in der Ecke, hat Schwesterchen ihn muss er ihn jetzt und unbedingt sofort haben.

Sätze wie „Isch bring dich um…“ fliegen einem um die Ohren, Tränen, Geschrei, Mordio….. Ja es ist Frühling, die Gefühle der Dönerkids brechen aus ^^

Dönerkinder

Gerade erlebt und immernoch an Kopf schütteln.

Vor kurzem hatte ich ja gehört das wer einen Schlüssel bei mir ins Schloss steckte und dann tat sich nix.

Anfangs glaubte ich das wäre mein Schatz, dann aber hörte ich das Schritte nach oben gingen und ich dachte, man glaubt ja an das gute im Menschen, das sich eins der Kinder vielleicht in der Tür vertan hatte.

Ich hatte übrigens schon mehrmals das Gefühl, dachte aber immer ich hätte mich getäuscht.

Gerade aber war ich ganz sicher, mehrfach wurde ein Schlüssel ins Schloss gesteckt und mein Schatz konnte es nicht sein ich hab mit ihm gechattet und der Kleine war in der Wohnung und der Große in der WG.

Also bbin ich hin zur Tür um sie zu öffnen, schon sicher wenn ich da vorfinde und richtig das Dönerkind schaute mich voller entsetzen an.

Tja wir sind ene leise Familie und er hat wohl gedacht es ist keiner zu Hause.

Ich hab ihn zur Rede gestellt und ihm gesagt das es so nicht geht, immerhin kann er mir damit das Schloss kaputt machen.

Anfangs dachte ich ok, belass es dabei, aber dann bin ich doch nach oben zu seiner Mutter, immerhin war das nicht das erste mal und auch wenn er erst 8 Jahre alt ist so muss er denke ich ordentlich zur Rede gestellt werden.

Leider glaube ich nicht, dass das wirklich passieren wird,mal abgesehen von dem Geschrei gerade eben, hat sie mir doch erklärt ihr Sohn könne das gar nicht gewesen sein, er habe ja gar keinen Schlüssel.

Auch wenn sie meinte er hätte gerade nur mit Ihrem Schlüssel den Müll nach unten gebracht…. hm… kein Schlüssel, als ob er einen eigenen Schlüssel für so ne Dummheit brauch, das geht doch auch super mit Ihrem.

Ich hoffe nur er lässt sich morgen nicht an meinem Kleinen aus in der Schule.

Ach da wäre noch…

Gestern hab ich sie ja mit unserer Dönerfamilie bekannt gemacht und hab doch glatt das restliche Umfeld vergessen, wie konnt ich nur.

Dabei haben wir doch noch bei weiten mehr Unikate hier.

Da wäre zum einen, mir direkt gegenüber (ja just in diesem Augenblick…moment muss mal winken) der Herr der vor seinem Rentenantritt, als Gefängniswärter gearbeitet hat.

Nun scheinbar mochte er den Beruf so sehr das er ihn noch zu Hause ausübt.

Ich geb ihn mal ein paar Beispiele…. er schaut sehr gern (winke winke) in Fenster anderer Leute rein und das ungeniert…. Privatsphäre kennt er nicht.. Schatz meint der hat gepolsterte Fensterbänke ^^

Auch gibt es hier einen kleinen Privatweg, den bewacht er wie ein Schießhund, wehe es wagt ein Schüler der benachbarten Schule, da mit dem Rad lang zu fahren, den holt man da schon mal runter.

Es gibt noch viel mehr über ihn zu erzählen, aber dazu später, nur soviel, seine Frau ist eigentlich ganz nett und wenn er nicht dabei ist lächelt sie sogar über das ganze Gesicht und ich mag sie und sie ist normal neugierig und schämt sich wenn man sie entdeckt hat 😉

Wenn haben wir den noch?

Unter mir hab ich unsere Hausaufseherin, sie ist nicht polnischer Herkunft und super nett, weiß über jeden gut Bescheid, was manchmal von Vorteil ist.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, kommen wir inzwischen aber richtig gut aus… ich sag nur Käse (Insider)

Sie hat einen Sohn, welcher sich ganz gut mit meinem Großen versteht und er spielt wunderbar Klavier und das gern um die Kaffeezeit, sie sehen ich hab sogar gute Musik wenn sie bei mir zu Kaffee und Kuchen vorbeischauen :))

Wen haben wir da noch? Die Dönerfamilie zum einen und die stille Türkin die kaum ein Wort Deutsch kann, aber super nett ist und scheinbar meine Kinder sehr mag zum anderen.

Dann hab ich da noch die Türkische Familie über mir, auch schon älter, so ca 70 schätze ich mal, das halbe Jahr verbringen sie in der Türkei die kalte andere Hälfte des Jahres verbringen sie in Deutschland und machen meine frisch geputzten Fenster dreckig, weil sie immer so nass putzt das das Wasser an meinen Fenstern mit herrunter läuft.

Dann gibt es noch die Grauhaarige Dame schräg unter mir, gutmütig, weiß über alles bescheid und wird von den türkischen Mitbewohnern schamlos ausgenutzt 😦

Die können nämlich wenn es um Hausputz geht kein Deutsch und so macht die gute den ganzen Hausputz für ihren Aufgang allein, was mir beim nächsten mal sicher beim Vermieter raus rutscht.

So genug erstmal, später mehr…

Diese Ruhe

Endlich Ruhe.

Das Kindchen ist müde im Bettchen, das frühe aufstehen hat ihn doch ganz schön geschafft, Gestern und Heute.

Die Kinder der Dönerfamilie haben sich nun auch nach drinnen verzogen, man hört also nur noch gedämpftes brüllen, erträglich also, inzwischen kann ich das ganz gut ausblenden.

Was sie allerdings in den 3 Jahren die ich hier wohne noch immer nicht gelernt haben ist, das man beim erklimmen der Treppen nicht immer das ganze Haus drauf aufmerksam machen muss, da sie nach Hause gefunden haben. Ich sach nur *dong* *schepper* wir haben ein Metallgitter, grausam sag ich nur, das scheppert echt durchs ganze Haus, aber wie sagt man so schön „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.

Mama und Papa sind da nicht besser, laut am brüllen und scheppernd die Treppen hoch, ich würd mich in Grund und Boden schämen.

Drausen zwitschern noch die letzten Vögel und der Himmel färbt sich schön rot.

Ich mag den Ausblick aus meinem Fenster, über den Miniteich und die Tannen.

Selbst meine zwei Wellensittiche tschilpen nur noch ganz leise.

Fehlt nur noch mein Engel, aber bei ihm wird es heute spät.

Er repariert heute Auto vom Cousinchen und das wird dauern, aber er ist gut darin, wir haben auch schon ganz oft allein Hand an meinen roten Robert (mein Wagen) gelegt und er rollt noch immer ganz brav und tut seine Pflicht.

Ich werd mich nun mit meinem Buch auf meinen Balkon verzeihen und die Ruhe noch ein wenig geniesen.

Die vor dem Sturm, bevor Dönermami und Dönerpapi zu viel getrunken haben und rumkrakelen.