Kopf, Bauch und Herz

Es ist so eine Sache mit dem Kopf und dem Herzen.
Eigentlich bin ich ein Kopfmensch, treffe meine Entscheidungen nachdem ich nachgedacht hab, manchmal darf dann auch der Bauch mit entscheiden, da nicht immer alles eindeutig ist, aber trotzdem rasch eine Entscheidung gefällt werden muss.
Eigentlich fahre ich damit sehr gut, bereue eher selten eine Entscheidung und wenn kann ich gut dazu stehen, das ich halt einen Fehler gemacht habe.
Problematisch wird es wenn das Herz sich einmischt, dein Kopf sagt gibs auf, dein Herz das kannst du nicht tun…
Mein Herz mischt sich selten ein in meinem Leben, aber bei meinen Kindern und den Menschen die ich liebe dann doch sehr lautstark.
Momentan schiebt es Überstunden und tut schrecklich weh, so heiser ist es von schreien, mein Großer lässt es schreien.
Rebellion wo es geht, an allen Fronten, nicht nur zu hause, generell ist er die Unschuld in Person und alle anderen verstehen ihn nicht/falsch oder sind Schuld.
Sprich nicht er ist Schuld an seinen erneut schlechten Noten sondern die Lehrerin, nicht er hat Mamas Ansage ignoriert sondern Mama hat sich nicht klar ausgedrückt er dachte ich hätte zwischen den Worten eine ganz andere Nachricht mitgeschickt und und und….
Mein Kopf sagt ich sollte aufgeben aus ihm einen ehrlichen vernünftigen Menschen zu formen, mein Herz schreit du darfst ihn nicht aufgeben er ist dein Sohn.
Jetzt wo das Fröschlein da ist schreit mein Mutterherz um so mehr, ich seh welche Sorgen ich mir gemacht hab als der kleine Frosch im Krankenhaus lag und bin erinnert wie das beim Großen war, welcher auch im Krankenhaus lag.
Ich sehe wie oft mein Kaffee kalt wird und wie ich ständig das essen runter hetze, weil mein Kindelein nöckelt und weiß das ich das genau so bei den großen gemacht habe.
An erster Stelle stehen die Kinder bei mir, das war schon immer so und eigentlich sollte das auch immer so sein, doch nun sagt mein Kopf, wenn ich das so weiter mache bei dem Großen geh ich kaputt, damit ist mein Herz aber nicht einverstanden.
Ich verzweifel daran, ich kann hier nichts sagen ohne ne ellenlange Geschichte wieso er sich nun wieder wie geprügelter Hund fühlt obwohl er doch gar nicht……. so was halt
mir hängt es zum Hals raus und dem Rest der Familie sowieso und ich bin gerade an einem Punkt an dem ich gern weglaufen will……… ich will hier raus, das ist doch toll, ich zahl hier die Miete, ich hab mir den Arsch aufgerissen für den Bengel und nun kann ich einfach nicht mehr.
Der steht schon wieder in zwei Fächern auf 5 und in mehreren weiteren auf 4 aber er ist nicht Schuld, er macht ja immer alles nur die Lehrerin sieh ihn nicht, er wiederholt die Klasse das zweite mal, hat alle hinter sich muss nur fragen dann bekommt er Hilfe, aber wenn wir ihn fragen kann und weiß er immer alles und brauch keine Hilfe, wir tragen ihm die Hilfe echt hinterher.
Nicht das Fröschlein mit seinem Gen des Lächelns macht mir sorge, nein es ist mein Intelligentes STINKEND FAULES Kind um dessen Zukunft ich mir Sorgen mache.

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3 Antworten zu “Kopf, Bauch und Herz

  1. Das klingt wirklich anstrengend! Aber du hast nicht mehr viel Einfluss.
    Er wird seinen Weg gehen, er muss nur lernen, dass er für sein Tun selbst verantwortlich ist, dass er das nicht auf andere schieben kann. Weder auf Mama noch die Lehrer.

    Mein Cousin war genauso. Mit Ach und Krach den Hauptschulabschluss geschafft, eigentlich wäre er von der Schule geflogen bei solchen Noten und dem Betragen aber die Eltern haben gebettelt, dass er den Abschluss kriegen kann. Sie besorgten ihm auch die Ausbildung, taten viel zu viel für ihn, sodass er bis heute (28 Jahre alt) nicht gelernt hat, seine Sachen selbst zu regeln.
    Im ersten Lehrjahr bekam er 2 schriftliche Abmahnungen, wäre fast rausgeflogen aber dann hat er sich gefangen und schlussendlich die Ausbildung als Landesbester abgeschlossen! Heute ist es so, dass sein Meister ihn um Rat fragt, nicht umgekehrt. In der Arbeit ist er top, er kann das alles.

    Leider kann er sich nicht um seine eigenen Dinge kümmern. Das ist im letzten Jahr gefährlich geworden, deswegen wohnt er jetzt wieder bei seinen Eltern. Die auch sein Geld verwalten damit er wieder auf eigene Beine kommt irgendwann.

    Es gibt viel hätte/könnte/würde in dieser Geschichte aber fakt ist: er hat immer alles bekommen was er wollte und brauchte, er musste in Kinder- und Jugendtagen nie selbst die Verantwortung für sein Handeln übernehmen und das ist total eskaliert 😦

    Ich denke, dein Sohn hat immerhin gelernt, dass er im Leben nicht alles in den Po gesteckt bekommt. Jetzt muss er „nur noch“ lernen, dass alles Handeln im Leben eine Konsequenz hat und dass es zum Erwachsenwerden dazu gehört, die selbst zu übernehmen. Nicht erst mit dem 18. Geburtstag sondern fließend, sodass er mit 18 auf ganz eigenen Beinen stehen kann.

    Ich wünsche dir viel Kraft! Ich weiß zu gut, wie anstrengend es mit einem Baby ist, dann noch ein pubertierender Teenie dazu, das ist heftig. Aber du wärst nicht Fio, wenn du nicht auch das schaffen würdest!! 🙂

  2. ach blogolade,
    mein kopf sagt ja er muss auf die „nauze“ fliegen damit er lernt, aber ich kann auch denken und ich WEISS das er so das jahr erneut vergeigt und dann nicht nochmal wiederholen kann und das würde bedeuten er muss sich einen ausbildungsplatz suchen und da ich für meinen teil erwachsen bin weiß ich das er mit so einen abschluss kaum ne chance hat heist ich tu MIR keinen gefallen ihn auf die „nauze“ fallen zu lassen weil ich fütter ihn weiter durch…ich hab keine wahl ich muss ihn durch das Jahr durchtreten ob WIR da nun lust zu haben oder nicht er muss die 11 und noch besser die 12 schaffen, ob nun mit ach und krach oder gut ist dabei nebensache, hauptsache geschafft, dann darf er sich wieder überlegen ob er abi machen will oder lehre oder lehre und später fachabi, jetzt muss er den er wollte nach dem realschulabschluss weiter machen obwohl er wuste das es schwer wird, und er wollte auch letztes jahr weiter machen als er die 11 das erste mal in sand gesetzt hat wegen faulheit und deshalb MUSS er da jetzt durch und ich leider auch

    • Es ist nicht leicht. Nein, schon gar nicht als Mutter, wo man die ganze Spannweite dieser schulischen Entwicklung anders überblickt als als Jugendlicher.

      Hat dein Sohn denn einen Plan, was er in diesem oder jenem Fall nach der Schule machen will?

      Ich bin der Meinung, man muss kein Abi haben. Zumindest nicht sofort. Man kann auch gut mit einem Realschulabschluss Fachabi oder Vollabi an anderer Stelle machen und man kann genauso gut eine Ausbildung machen und dem dem dadurch erworbenen Fachabi immernoch studieren, wenn man will. Man hat auch ohne Abi alle Möglichkeiten offen, solange man das WILL und sich auf den Arsch setzt.

      Tja, von außen alles so leicht gesagt. Ich hoffe dein Sohn merkt schnell, dass er alleine für sein Glück verantwortlich ist und nicht Mama oder die Lehrer.

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