Träume, Gedankenstrudel, Gefühle

Eine Sache an dieser Schwangerschaft die mir sehr zu schaffen macht, sind Erinnerungen die in mir hoch kommen, Gedanken die mich selbst in den Schlaf verfolgen.

Dem ein oder anderen, der hier schon länger liest ist ja bekannt das ich mit meiner Familie aus guten Gründen gebrochen habe, aber das speziell der Bruch mit meiner Mama mir doch sehr weh tut.

Anfang des Jahres hatte ich meine Mama trotz allem informiert das ich mich taufen lassen will, das ich beabsichtige nochmal zu heiraten und auch noch Kinder will, darauf kam wie zu erwarten ein bitterböser Brief, ein Brief der mich wirklich schwer zu Boden riss, der selbst bei meinem Gatten und meiner Psychologin Fassungslosigkeit verursachte, wieder mal die Bestätigung das der Bruch nur zu nötig war und ist.

Da mir in der Vergangenheit ja nun schon immer viel vorgeworfen wurde, hab ich mich nach langen ringen mit mir selbst am Wochenende dazu entschlossen ihr eine Karte mit einem Hochzeitsfoto zu schicken, ich bin einfach der Meinung und auch mein Gatte findet das ich da richtig handle, das ich sie darüber informieren sollte.

Ja sie will mich nicht, ja sie hat mich verstoßen, aber sie ist immer noch meine Mama, sie schreibt Karten zu Weihnachten, Ostern und den Geburtstagen, ok es sind Karten die vor Verachtung und Vorwürfen triefen, aber sie scheint den Kontakt nicht abbrechen zu wollen… ich versteh es nicht, vielleicht will sie mir einfach auch nur immer wieder zeigen das ich für sie nur Dreck bin.

Wie auch immer ich hab mir vorgenommen ihr ein Bild von der Hochzeit zu schicken, hab es auch sehr bewusst ausgewählt und nun abgeschickt, war eigentlich klar das es mich nun beschäftigen wird.

Ich hab die Nacht geträumt und lag dann seit 3 Uhr wach, ich hab Angst vor der Reaktion, erwische mich dabei das ich schon wieder Entschuldigungen für sie suche und frage mich WARUM?

Warum zum Geier suche ich Entschuldigungen für eine Frau die mir Zeit meines Lebens immer wieder gezeigt hat wie wenig sie mich doch will, wie egal ich ihr doch eigentlich bin, wie sehr sie mich verachtet, WARUM?

Heute und morgen also Therapiesitzung, ist dann ja sehr passend, nicht so geplant eigentlich ist heute eher dran, lernen sich zu schützen, NEIN und STOP sagen zu lernen, aber nuja es gibt Dinge die man so nicht voraussehen kann, ich hätte nicht gedacht das mich das so innerlich aufwühlt, damit hab ich erst bei der Reaktion gerechnet 😦

Nun ich weiß das ich ihr auch ein Bild von Ihrem Enkel schicken werde, dann sollte ich mich mal gleich darauf vorbereiten das es mir da ähnlich gehen wird 😥

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2 Antworten zu “Träume, Gedankenstrudel, Gefühle

  1. Verständlich, dass es dich beschäftigt. Du hast selber einen Schritt auf sie zu gewagt, in dem Bewusstsein, dass sie dies höchstwahrscheinlich nicht machen wird.
    Sie ist deine Mama. Jedes Kind möchte glaub ich nicht auf seine Mama verzichten.
    Umso trauriger, wenn man nicht mal einfach in den Arm genommen werden kann, sondern stattdessen Worte erntet, die einem einen Schlag in die Magengrube versetzen 😦

  2. LIebe Fio, ich weiß dass es hart ist aber um dich selbst zu schützen, breche den Kontakt ab. Mehr noch, fordere sie ganz förmlich auf, den Kontakt zu dir völlig zu unterlassen. Auch zu Weihnachten, Ostern und so weiter. Solche seelische Grausamkeit brauchst du dir nicht antun, du bist ein wundervoller Mensch, egal was deine Mutter behauptet. Pass auf dich auf!

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