Dienstags halt…

… das sind so die Tage, wo ich besser viel zu tun habe
viel Stress = wenig denken
Ich denk mal ich hab mein Soll heute erfüllt
Die Sitzung bei meiner Psy. war wie zu erwarten sehr anstrengend, sehr aufwühlend, mit Tränen und krampfhaften Versuchen, die Mauer die mich schützt vor den Bildern der Vergangenheit, aufrecht zu erhalten.
Ich soll erklären, soll beschreiben, aber wie soll ich Worte finden für etwas, was einfach abscheulich ist, was unaussprechlich ist, was einen innerlich sterben ließ.
Wie soll ich erklären was ER mir antat, weniger die Handlung, sondern das Gefühl dabei, lässt mich weinen und bevor die Tränen den Weg über meine Wangen finden, kommt da die Kälte, das Gefühl innerlich zu erfrieren, nicht in Dir sein, das beschützt dich, solange dein Körper nicht Dir selbst gehört
Das Gefühl nicht sicher zu sein, bei IHM, das war glaub ich noch schlimmer als das was er tat, es tat weh…ja, es war unangenehm und ich wollte es nicht, aber das schlimmst war das ich wusste ich werde IHM nie wieder vertrauen können, nie wieder sicher sein, nie wieder, nie wieder, nie wieder…
Was hatte ich falsch gemacht?…Nichts, ich war ja noch ein Kind
Warum nur warum?

Das sind die Dienstagsgespräche und ich hänge meinen Gedanken nach, höre manchmal meine Psy. gar nicht wirklich, sehe Bilder aus lang vergangener Zeit und doch bestimmen sie noch meinen Alltag.
Spüre Gefühle, der Angst, Verzweiflung, der Wut und Erniedrigung, bin hin und her gerissen zwischen, aufspringen und weglaufen und in mich zusammensinken, verstecken und weinen…warum nur warum

Ich hasse IHN für das was er mir antat, ich hasse mich, weil er mich so kaputt gemacht hat, weil ich Mauer, weil ich blocke, weil ich Angst hab es auszusprechen, Angst hab zu schwach zu sein, Angst hab zu reden und es vielleicht noch mehr zu spüren als das was gerade schon über mich einbricht, ich hab Angst, Angst, Angst, Angst…ich bin schwach
Ein jämmerliches, winselndes, schwaches Etwas, vielleicht war genau das der Grund für IHN

Eis in mir, dieses Gefühl als würde man innerlich einfrieren, alles ist schön und dann kommt die Frage, die vor der man Angst hat „Was genau hat ER getan? Können Sie sich erinnern? Es in Worte fassen, Ihre Gefühle erklären?“ Da ist es das Eis, ich schweige, habe Angst, suche nach Worten, aber da sind plötzlich eine mehr, sehe Bilder, fühle den Tag regelrecht, hole Luft will erzählen, aber kein Wort kommt über meine Lippen, ich kann nicht, ich kann einfach nicht, ich weiß nicht was ich sagen soll, die Worte sind weg, das Eis ist da und ich schweige, ich schweige… das kann ich gut, dann sag ich auch nichts falsches, ich schweige und die Tränen stehen in meinen Augen, das Eis ist fest in meiner Brust und lässt mich kaum atmen.. sie hat gemerkt das ich es nicht schaffe, versucht es auf Umwegen und ein wenig kommen wir weiter, doch dann ist die Stunde herum und ich fühle mich wieder so als hätte ich versagt…ich hab doch nichts falsch gemacht, warum kann ich es nicht herausschreien?
Ablenken soll ich mich…hab ich getan?
Erst mit dem Kind zum Arzt, er ist krank, dann schnell einkaufen, dann den Kindern essen machen.
Gespürt hat der Kleine das es Mama nicht gut geht und deshalb hat er mich fest umarmt, „hab dich lieb“ hat er geflüstert und mir standen wieder die Tränen in den Augen, ausnahmsweise hab ich mich dafür nicht geschämt und dann bin ich auch schon wieder los, zum Shopping- Ärztemarathon mit Frau Ährenwort und als die kleine Prinzessin ihre Hand in meine schob, da hatte ich schon wieder Pipi in den Augen.
Also liebe Psy. wenn sie hier lesen sollten, habe den Auftrag sorgfältig erfüllt, ob ich die Nacht nun schlafen kann weis ich noch nicht, aber vielleicht helf ich ja ein wenig nach.

Gern würde ich noch mehr von der kleinen Prinzessin und Ihrer Mama schreiben, aber ich bin total geschafft von dem Tag, Dienstage sind sehr ermüdend, Dienstage ziehen Energie, der Nachmittag war sehr schön, hat meinem Herz sehr gut getan, hat meine Seele gestreichelt.
Wenn man den Beiden, Mama wie Prinzessin in die Augen schaut, dann sieht man soviel Freude und Herzlichkeit, das tut richtig gut

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2 Antworten zu “Dienstags halt…

  1. Ich stoße dich mal mit der Nase auf ein Detail, was mir so aufgefallen ist beim Lesen. Warum schreibst du IHN so groß und beschreibst dich als kleines schwaches Wesen. Ja, natürlich, damals war das so. Aber nun ist doch klar, dass dieser Mann ein mieses, kleines Arschloch ist, was so einen winzigen Charakter hat, dass er seine Befriedigung daraus ziehen muss, ein wehrloses Kind zu missbrauchen und über es Macht auszuüben. Er hat es nicht verdient dass du IHN groß schreibst. Überleg dir mal was anderes, z.B. die kleinste Schriftgröße, die es gibt. Das wäre angemessen und vielleicht ein kleines Schrittchen in die Richtung, dass du wieder die Macht über dein Leben, deine Angst und deine Zukunft erhälst.
    Ich wünschte ich könnte dir irgendwie helfen, aber das kannst du nur selbst und du bist ja auch auf dem Weg. Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

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