Eine Karte…

.. zu Weihnachten… eigentlich doch ne schöne Sache, möchte man denken.

Eigentlich… wenn da nicht so viele Erinnerungen mit geschickt werden würden, Gefühle… die so garnicht schön sind.

Eine Karte, geschrieben von meiner Mom, die Mom die mir vor 3,5 Jahren gesagt hat das sie keine Tochter mehr hat, weil ich es gewagt hab in den bösen Westen zu ziehen und mich scheiden zu lassen.

Nun es gibt da wohl auch noch mehr Gründe, aber darüber kann ich nur spekulieren, auch wenn ich sicher bin, das mein sogenannter „Vater“ (Dreckskerl wäre die bessere Bezeichnung) seine Finger mit im Spiel hat.

Schon allein Ihre Schrift auf dem Umschlag, ließ meine Finger zittern, eine leise Hoffnung, auch wenn ich weiß das es nie eintreffen wird, aber die Hoffnung ist doch immer wieder da wenn ein Brief eintrifft.

Die Hoffnung, zumindest persönlich angeschrieben zu werden, mit Namen, irgendein persönliches Wort.

NICHTS… und diesmal war es sogar noch schlimmer, sonst waren es immer Grüße, von den Großeltern, nun sind es nur noch Grüße von einem Ort.

Jedes Jahr mach ich mich seelisch fertig, schick ich nun ne Karte zum Geburtstag, Ostern und Weihnachten oder nicht?

Akzeptire ich das sie mich verstossen hat oder nicht, immer wieder schickt sie Karten zu Weihnachten zum Geburtstag zu Ostern, immer wieder schickt sie mir damit Hoffnung die sie doch gleich wieder zerstörrt.

Sie quält mich und so langsam frag ich mich ob Sie das nicht bewusst macht, genau wie ich mich frage ob sie nicht absichtlich nie was gesehen hat.

Vielleicht ist das auch der wahre Grund wieso ich niemandens Tochter mehr bin, aber fragt auch mal wer wie es mir damit geht?

Verdammt, endweder gibt es mich oder es gibt mich nicht, aber das ist Folter…….

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10 Antworten zu “Eine Karte…

  1. Hallo Fiona,

    an Deiner Stelle würde ich nen Schlußstrich ziehen. Lass die Karten ungeöffnet zurück gehen (Empfänger verzogen), oder schmeiße diese gleich weg. Es bringt Dir wirklich nichts, wenn Du Dich schon selber fertig machst damit.

    Erst gar nicht aufmachen und drüber ärgern, sondern gleich entsorgen. Da wird es Dir gleich „besser“ (?) gehen.

    Ich schicke Dir gedanklich Kraft dafür.

    VLG
    Pat

    • wenn das mal so einfach wäre (netti?)
      es ist meine mom, auch wenn sie sich nicht so benimmt, aber jeder möchte das die mom einen lieb hat und für einen da ist und deshalb hoffe ich ja auch

  2. Das ist schon richtig, aber wie Du schreibst, macht sie das schon länger. Es ist schwierig, ich kann es nicht wirklich nachvollziehen. Probiere es einfach mal.

    VLG
    Pat (Netti) 😉

    • hab ich doch, ich hab sogar schon einen brief an sie geschrieben das sie sich entscheiden soll, du glaubst garnicht wie schwer mir das gefallen ist
      sie weiß was sie mir angetan hat, ich hab ihr das alles geschrieben
      deshalb weiß ich ja auch nicht was ich von den briefen halten soll
      will sie den kontakt halten?
      oder will sie mich quälen?
      traut sie sich nicht mehr zu schreiben?
      verdammt was soll ich davon halten?

      danke netti

  3. Verdammt, Weihnachten ist das Fest der Familie. Und nicht das Fest der Tränen (nun gut, vor Rührung vielleicht).

    Sorry, dass ich geflucht habe *schäm* Fühl Dich einfach dolle gedrückt!

  4. 😦 blöd…

    wir hatten – ok, ich hatte – bei der Geburt unseres zweiten ein ähnliches „Problem“. Meine Mutter fand den Namen so … Schei…, dass die einen „Seelischen Zusammenbruch“ erlitt und ihr klar wurde, dass mich mein Mann von ihr entfernt hätte, ich für sie gestorben wäre… (das ist die Kurzform)

    Inzwischen hat sich das wieder einigermaßen gerade gerückt – jedoch kann ich Dich gut verstehen… man ist so entwurzelt…

    Vielleicht hilft es Dir zu wissen, dass Du nicht alleine damit bist.

    • oh mein zweites kind hat damals schon für aufstand gesorgt, so ist das nicht
      mein bruder war ein jahr zuvor tödlich verunglückt und ich hab mir so sehr einen kleinen jungen gewünscht um ihm als zweitnamen den namen meines bruders geben zu können
      kommentar meiner mutter als sie erfuhr das ich schwanger sei „wie kannst du es wagen noch ein kind zu bekommen, wo ich eins verloren habe“

      ein schlag ins gesicht, ich habe meinen bruder doch auch verloren… und ich habe ihn sehr geliebt, er fehlt mir noch heute und es ist nun schon über 10 jahre her

      • Ich finde es eine wunderschöne Symbolik, einem Kind den Namen eines Menschen zu geben, der viel zu früh gestorben ist. Wenn ich hoffentlich mal Kinder habe, wird der Name meiner Oma auf jeden Fall verwendet.
        Was geht in ihr vor, dass sie so handelt? Auf der einen Seite will sie keinen Kontakt, dann schickt sie diese jämmerlichen Versuche, sich zu melden und sich dabei doch nicht zu melden – ich verstehs nicht… Vermutlich wäre ungeöffnet wegschmeißen für deinen Seelenfrieden das beste.
        So ein Mist.

        LG CCTh

        • ja für mich war es zu dem zeitpunkt ganz wichtig und auch heute finde ich das es genau richtig war
          mein brüderchen war ein ganz lieber mensch und er hat einen festen platz in meinem herzen
          ich finde es schön das mein söhnchen seinen namen trägt und traurig, das er ihn nie kennen lernen durfte
          was meine mom bewegt… ich weiß es nicht, zumal es für sie ein absolutes rätsel sein sollte wieso mein vater mich weg haben will, aber sie stößt ins selbe horn und ich fühle mich so weggeworfen, so dreckig
          ich finde garkein richtiges wort dafür, ein niemand halt

  5. Pingback: Neue Westfälische - Blogspot

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