Herzschmerz oder arme Kinderseele

In zwei Wochen steht nun die Verhandlung mit meinem geschiedenen Mann an.

Er hat Einspruch erhoben, gegen das letzte Urteil.

Ich hatte da auf mein Sorgerecht in den Bereichen Gesundheit, Umgang und Antragstellung beim Amt verzichtet und Ihm wurde es abgenommen und diese Bereiche an einen Anwalt übergeben.

Das war nötig um die wichtigsten Sachen nämlich die Gesundheit der Kinder ab zu sichern.

Wenn es nach mir gegangen wäre hätte der Anwalt zum Wohl der Kinder ruhig alles bekommen können.

Das klingt nun vielleicht komisch das ich auf die Bereiche verzichtet habe und sogar auf mehr verzichten würde, ist aber ganz leicht erklärt.

Wir haben das geteilte Sorgerecht, aber eine Zusammenarbeit scheitert einfach an der Mitarbeit des Vaters, er weigert sich einfach für das Notwendigste, zb. eine Impfung, sein Einverständnis zu geben.

Leider ist er so dreist zu behaupten das ich Ihm das ja nicht sagen würde etc. nur missachtet er auch Schreiben meiner Anwältin, diesbezüglich.

Nur will sich hier nun niemand in die Nesseln setzen und deshalb bekomme ich nicht das alleinige Sorgerecht und deshalb verzichte ich halt zugunsten meiner Kinder, denn mit einem Anwalt ist immernoch leichter zusammen zu arbeiten als mit dem Vater der Kinder.

Nun den der Vater ist also gegen diesen Beschluss in Einspruch gegangen, verweigert weiter jegliche Zusammenarbeit und will nun soweit wir das verstanden haben, seinerseits das alleinige Sorgerecht, allerdings nicht die Kinder.

Den Anwalt für Umgangsrecht hat er in dem halben Jahr das inzwischen vergangen ist nicht kontaktiert, seeeeeeeeeeeehr interessiert an den Kindern muss ich sagen.

Nun worum es eigentlich geht, der Anwalt welcher derzeit noch für das Umgangsrecht zuständig ist, hat angefragt ob die Kinder den Vater unter Umständen vielleicht sehen möchten, weil der Vater jetzt nach einem halben Jahr angefragt hat, ob er die Kinder bei der Verhandlung treffen könne, wäre für ihn ein Abwasch sag ich jetzt mal ganz böse.

Der Kleine hat ein halbes Jahr auf ein Zeichen seines Vaters gewartet, er hat gehofft das sein Vater endlich aufwacht und sich für Ihn interessiert.

Er hat ihn das letzte mal vor einem halben Jahr zur letzten Verhandlung gesehen und das Treffen davor war auch schon wieder ein halbes Jahr her.

Kein Kontakt/Brief zu Weihnachten, nichts zu Ostern, nichts zum Geburtstag, einfach nur Stille.

Verhält man sich so wenn man sich für seine Kinder interessiert?

Nun ist es so das der Große sagt er will nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben, das liegt daran das er sich einfach, um es mit seinen Worten zu sagen, verarscht fühlt.

Der Vater hat sie zu oft belogen und hingehalten, das er es einfach leid ist.

Bei dem Kleinen zeichnet es sich langsam genau so ab, nur das er derzeit noch hin und her gerissen ist, was ich ja auch verstehen kann.

Er ist nun mal sein Vater, also empfindet er auch was für Ihn, aber er will auch nicht belogen werden und sich nach den Treffen schlecht fühlen.

Tja und das ist ein riesen Dilemma, er weiß das er den Vater nicht ändern kann, das hatte er die letzten drei Jahre gehofft und versucht und es war schwer genug ihn davon zu überzeugen das das nicht die Aufgabe eines Kindes ist.

Ihm ist auch klar das der Vater sich nicht ändern wird und er somit weiter davon ausgehen kann das er ihn belügen wird und er sich danach schlecht fühlen wird.

Oh man, sagt mir was soll ich tun, ich möchte dem Kleinen helfen, aber wenn ich das tue würde ich Ihn wahrscheinlich beeinflussen um Ihn zu beschützen und so scheint mir muss ich Ihn damit allein lassen.

Ich hoffe die Psychologin kann Ihm helfen bei seinem Dilemma.

Ich glaube das es besser wäre wenn er mit einem erneuten Treffen warten würde, zumal der Vater Termine auch nicht zuverlässig ein hält und schon mal wegen Bauchweh(ernsthaft das war ein Grund) und auch schon mal per SMS kurz vor der Angst, weil er ins Ausland will, absagt.

Ich glaub allen ernstes das es besser wäre, wenn der Kleine noch ne Auszeit bekommt und zwar solange bis er seelisch wieder stark genug ist.

Tja und genau deshalb kann ich Ihm nicht helfen weil ich Angst hab Ihn dann zu beeinflussen.

Oder habt Ihr ne bessere Idee?

Advertisements

6 Antworten zu “Herzschmerz oder arme Kinderseele

  1. Da ich selber ein Scheidungskind bin und auch in einer Schwangeren und Erziehungsberatungsstelle gearbeitet habe, kann ich Dir nur sagen, dass Dein Sohn bzw Söhne ihre Erfahrung selber machen müssen. Leider kannst Du Sie davor nicht schützen. Und es ist ganz wichtig, dass sie selber ihre Erfahrungen mit ihrem Vater machen, damit sie irgendwann stark genug sind sich gegen ihn zu stellen bzw abwenden können. Da würde es wenig bringen, wenn Du sie Beeinflusst.
    Sie müssen dies ganz alleine machen.

    Wie schrecklich das für uns Mütter ist aber mehr als für sie dazu sein und sioe nach einer Entäuschung aufzufangen kannst Du nicht.

    Trotzdem solltest Du schauen, dass das alles in einem Rahmen bleibt also mit Besuchen ect., damit das ganze nicht all zu oft passiert und Du ihnen genügend Zeit gibt, dass sie sich erholen können.

    Sowas ist echt Mist, nicht wahr!

    • ich will ihn ja auch nicht beeinflussen, deshalb bin ich ja auch so ratlos
      es fühlt sich einfach so schei** an ihn so zu sehen
      besuchskontakte gibt es ja derzeit nicht dafür müsste der vater erstmal kontakt zum anwalt aufnehmen, tut er aber nicht naja bis auf jetzt da will er das mit der verhandlung verbinden, das gibts aber nicht, da sprechen, die psychologen, der anwalt und auch ich dagegen, das ist nicht der geeignete rahmen dafür
      es ist mist riesengroßer mist, ich verstehe diesen menschen einfach nicht es sind so wundervolle kinder
      selbst der anwalt und auch die psychologen sagen das er das nur tut um mich zu ärgern, was er dabei den kindern antut interessiert ihn einfach nicht

    • nun die böse stimme in mir behauptet, er liebt nur sich selbst, er hat uns nie geliebt, nicht mich und schon garnicht seine kinder, wir waren nur zierde

  2. Scheiß Situation, ehrlich!

    Ich hoffe, es geht sich aus für den Kleinen. Der ist ja der schlimmste Leidtragende. Du leidest auch unter der Situation, aber du kannst damit besser umgehen, behaupte ich mal.

    Wenn er wenigstens ganz verzichten würde, auf Kontakt und Sorgerecht. Dann wäre Ruhe.

    Ach mensch *knuddel*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s